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Fachwissen
VergleichWerbung & Budget

Meta-Ads vs. Google-Ads im Recruiting

Beide Kanäle bringen Bewerbungen – aber sie erreichen völlig unterschiedliche Menschen. Google spricht die an, die suchen; Meta die, die gerade nicht suchen. Welcher Kanal passt zu welcher Stelle, und wann lohnt sich das Zusammenspiel?

Stand:

Meta-Ads oder Google-Ads – was ist besser fürs Recruiting?

Beide erreichen unterschiedliche Menschen. Google-Ads spricht die an, die aktiv nach einem Job suchen – hohe Wechselabsicht, aber begrenzte Menge. Meta-Ads (Facebook, Instagram) erreicht die stille Mehrheit, die nicht sucht, aber wechselbereit ist – große Reichweite, mehr Streuung. Für die meisten Träger ist die Kombination am stärksten: Google fängt die Suchenden, Meta weckt die Passiven.

Der direkte Vergleich

KriteriumGoogle-AdsMeta-Ads (Facebook/Instagram)
AnspracheAktiv Suchende über SuchbegriffePassiv Wechselbereite über Zielgruppen
WechselabsichtHoch, aber begrenzte MengeGeringer, aber sehr große Reichweite
FormatTextanzeige zur SuchanfrageBild und Video im Feed
VoraussetzungGute Karriereseite als ZielÜberzeugendes Bild- und Videomaterial
StreuungGering, passend zur SucheHöher, Interessen statt Absicht
Am besten fürBekannte, gesuchte BerufeEmployer Branding und stille Zielgruppe

Google-Ads: die Suchenden abholen

Google-Ads spielt Ihre Anzeige genau dann aus, wenn jemand aktiv nach einem Job sucht. Diese Menschen haben eine hohe Wechselabsicht – der Nachteil: Es gibt nur so viele, wie gerade suchen. Der Kanal lebt von den richtigen Suchbegriffen und einer überzeugenden Karriereseite als Ziel.

Wie Sie Kampagnen aufbauen und die Kosten steuern, zeigt der Artikel Google Ads für Pflegeeinrichtungen.

Meta-Ads: die stille Mehrheit erreichen

Meta-Ads auf Facebook und Instagram erreichen Menschen, die gerade nicht suchen – aber offen für einen Wechsel wären. Statt auf Suchbegriffe setzen sie auf Zielgruppen nach Ort, Alter und Interessen. Die Reichweite ist groß, die Streuung höher, und der Kanal lebt von gutem Bild- und Videomaterial.

Wie Sie Zielgruppen ohne Streuverlust einstellen, zeigt der Artikel Meta-Ads im Recruiting.

Warum die Kombination oft gewinnt

Die beiden Kanäle konkurrieren nicht, sie ergänzen sich: Google fängt die aktive Nachfrage ab, Meta baut darüber hinaus Reichweite und Arbeitgebermarke auf. Wer beides bespielt, verliert weniger Fast-Bewerber – vor allem, wenn Remarketing die Besucher der Karriereseite zurückholt.

Was am Ende zählt, ist nicht der Kanal, sondern die Kosten pro Bewerbung – siehe Was darf eine Bewerbung kosten?.

Was das für Ihr Budget heißt

Verteilen Sie das Budget nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Ergebnis. Testen Sie beide Kanäle für einen Stellentyp, messen Sie sauber – siehe Conversion-Tracking – und lenken Sie das Geld dorthin, wo tatsächlich passende Bewerbungen entstehen. Ohne Messung bleibt jede Kanal-Entscheidung ein Ratespiel.

Häufige Fragen

Ist Google-Ads oder Meta-Ads günstiger?

Das hängt von Beruf und Region ab. Google-Ads hat oft höhere Klickpreise, dafür weniger Streuung. Meta-Ads ist pro Reichweite günstiger, erfordert aber gutes Bild- und Videomaterial. Die faire Vergleichsgröße sind die Kosten pro passender Bewerbung – die sollten Sie messen.

Womit sollte ich anfangen?

Wenn Ihr Beruf aktiv gesucht wird und Sie eine gute Karriereseite haben, ist Google-Ads oft der schnellere Start. Fehlt die Suchnachfrage oder wollen Sie Ihre Arbeitgebermarke zeigen, spielt Meta seine Reichweite aus. Viele Träger starten mit einem Kanal und ergänzen den zweiten.

Brauche ich für Meta-Ads Videos?

Nicht zwingend, aber es hilft sehr. Bewegtbild aus dem echten Alltag wirkt im Feed stärker als ein Stockfoto. Schon ein kurzer, ehrlicher Clip reicht oft – wichtiger als Hochglanz ist Echtheit.

Kann ich beide Kanäle messen?

Ja – und das ist entscheidend. Mit sauberem Conversion-Tracking sehen Sie, welcher Kanal Bewerbungen bringt und zu welchen Kosten. Ohne Messung entscheidet das Bauchgefühl, mit Messung die Zahl.

Beide Werbekanäle in einem Cockpit

Google und Meta nebeneinander – in Euro pro Bewerbung

fokus>KI führt beide Werbekanäle zusammen und zeigt je Kanal die Kosten pro Bewerbung in Klartext. So sehen Sie, welcher Kanal für welchen Stellentyp liefert – und können das Budget verschieben, bevor es verpufft.

Giovanni Bruno

Über den Autor

Giovanni Bruno

Geschäftsführender Gesellschafter der fokus digital GmbH, Digitalspezialist und Entwickler der KI-Software fokus>KI. Berät seit 2017 Träger im Pflege- und Sozialwesen – über 160 Projekte, von der Karriereseite bis zur Millionen-Reichweite.