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Das Google-Unternehmensprofil: Ihre meistgesehene Seite – gepflegt oder verwildert

Wer den Namen Ihrer Einrichtung googelt, landet nicht zuerst auf Ihrer Website – sondern in der Info-Box rechts daneben: dem Google-Unternehmensprofil. Sterne, Fotos, Öffnungszeiten, Fragen von Fremden. Diese Seite existiert, ob Sie sie pflegen oder nicht. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie die Hoheit übernehmen, was ins Profil gehört und wie daraus ein Recruiting-Instrument wird.

Warum diese eine Seite so viel Gewicht hat

Das Unternehmensprofil ist die Schnittstelle zwischen drei Google-Welten: der Namenssuche („Haus Sonnenhof Musterstadt“), der lokalen Suche („Pflegeheim in der Nähe“, „ambulante Pflege“ plus Ort) und Google Maps. In allen drei Fällen entscheidet dieselbe Datenbasis darüber, wie Ihr Haus dargestellt wird – und ob es überhaupt erscheint. Für Angehörige ist das der Erstkontakt zur Einrichtung, für Bewerber die Zehn-Sekunden-Prüfung vor dem Klick auf die Stellenanzeige.

In unseren Auswertungen sehen wir regelmäßig, dass das Unternehmensprofil mehr Aufrufe erzielt als die Startseite der eigenen Website. Das verschiebt die Prioritäten: Die Seite mit der größten Reichweite ist bei vielen Trägern zugleich die am wenigsten gepflegte – automatisch angelegt, nie beansprucht, mit Öffnungszeiten aus einer fremden Quelle und drei unbeantworteten Bewertungen aus 2021.

Der Grundstock: einmal gründlich statt nie richtig

Die Basis-Einrichtung ist an einem Nachmittag erledigt und trägt jahrelang. Fünf Punkte machen den Unterschied zwischen verwildert und gepflegt:

fokus>KI · Profil-Check Google-Unternehmensprofil
Inhaberschaft beansprucht und verifizierterledigt
Name, Adresse, Telefon einheitlich zur Websiteerledigt
Kategorien: Hauptkategorie + passende Zusatzkategorienerledigt
20+ echte Fotos: Haus, Teams, Räume – keine Stockbilderoffen
Monatlicher Beitrag mit Karriere-Link eingeplantoffen

Ausschnitt aus fokus>KI – der Profil-Check zeigt Lücken und schlägt die nächsten Schritte vor.

Zwei Punkte werden dabei chronisch unterschätzt. Die Kategorien: Sie steuern, bei welchen Suchen Sie erscheinen – die Hauptkategorie sollte Ihre Kernleistung exakt treffen, Zusatzkategorien decken weitere Angebote wie Tagespflege oder ambulante Dienste ab. Die Fotos: Profile mit vielen echten Bildern erhalten deutlich mehr Interaktionen, und Bewerber lesen aus Fotos mehr über Ihre Kultur als aus jedem Leitbild-Text. Ein Foto-Ordner vom letzten Sommerfest ist hier mehr wert als jede Bildagentur.

Der laufende Betrieb: 30 Minuten im Monat

Nach dem Grundstock lebt das Profil von einem schlanken Rhythmus. Bei uns läuft das inzwischen als fester Monats-Baustein: ein Beitrag (ein Team-Moment, eine offene Stelle mit Karriere-Link, ein Termin), ein Foto-Nachschub aus dem laufenden Content-Vorrat und ein Kontrollblick auf zwei Stellen, an denen Fremde Ihr Profil verändern: die öffentlichen Fragen, die jeder stellen und – das wissen wenige – auch jeder beantworten kann, und die Vorschläge zur Datenänderung, die Google ungeprüft übernehmen kann, wenn niemand widerspricht.

Dazu kommen die Bewertungen – der sichtbarste Teil des Profils. Wie Sie systematisch ehrliche Bewertungen aufbauen und souverän auf Kritik antworten, haben wir in eigenen Beiträgen ausführlich beschrieben; fürs Unternehmensprofil zählt die Grundregel: keine Bewertung ohne Antwort, denn Ihre Antworten stehen dauerhaft neben den Sternen und werden von Bewerbern mitgelesen.

Mehrere Standorte: Ordnung statt Wildwuchs

Träger mit mehreren Einrichtungen stehen vor einer Zusatzaufgabe: Jeder Standort braucht sein eigenes Profil – mit eigener Adresse, eigenen Fotos, eigenen Bewertungen. Ein Sammelprofil „Trägerverbund XY“ hilft niemandem, der ein Pflegeheim in seiner Stadt sucht. Gleichzeitig braucht es zentrale Ordnung: einheitliche Namenslogik, gemeinsame Zugriffsverwaltung über ein Organisationskonto und eine Zuständigkeit pro Haus für Fragen und Bewertungen.

Mit unserer KI-Software behalten Mehrhaus-Träger genau das im Blick: Der Profil-Check läuft über alle Standorte, meldet Lücken und neue Bewertungen je Haus und liefert die Monats-Beiträge als fertige Entwürfe – damit die halbe Stunde pro Monat auch bei zwölf Standorten eine halbe Stunde bleibt und nicht zwölf.

Häufige Fragen

Unser Profil existiert schon, aber wir haben es nie angelegt – wie kann das sein?

Google erstellt Unternehmensprofile automatisch aus öffentlichen Quellen, sobald ein Ort relevant erscheint. Deshalb existiert für fast jede Pflegeeinrichtung bereits ein Profil – mit Daten, die niemand geprüft hat. Der erste Schritt heißt darum immer: Inhaberschaft beanspruchen. Das geht kostenlos über die Google-Unternehmensprofil-Verwaltung, die Verifizierung läuft per Postkarte, Telefon oder Video.

Was bringt das Unternehmensprofil konkret fürs Recruiting?

Es ist die meistgesehene Seite über Ihr Haus – oft mit mehr Aufrufen als die eigene Website. Wer Ihren Namen googelt, sieht zuerst die Profil-Box: Sterne, Fotos, Öffnungszeiten, Beiträge. Bewerber prüfen dort in Sekunden, ob die Einrichtung gepflegt wirkt. Zusätzlich speist das Profil die lokale Suche („Pflegeheim in der Nähe“) und die Maps-Ergebnisse – Sichtbarkeit, die keine Anzeige kostet.

Wie oft müssen wir das Profil pflegen?

Der Grundstock ist einmalige Arbeit: Daten, Kategorien, Fotos, Leistungsbeschreibung. Danach reicht ein monatlicher Rhythmus – ein Beitrag, ein Foto-Update, ein Blick auf Fragen und Bewertungen. In einer halben Stunde pro Monat bleibt das Profil lebendig; die Antworten auf Bewertungen kommen ohnehin aus Ihrem Bewertungs-Prozess dazu.

Können wir offene Stellen direkt im Unternehmensprofil zeigen?

Ja, über zwei Wege: Beiträge eignen sich für einzelne Stellen-Hinweise mit Link zur Karriereseite, und korrekt ausgezeichnete Stellenanzeigen erscheinen zusätzlich über Google for Jobs in der Jobsuche. Beides zusammen sorgt dafür, dass Jobsuchende Sie finden, egal ob sie nach Ihrem Namen oder nach „Pflege Jobs“ plus Ort suchen – wie das technisch funktioniert, zeigt unser Google-for-Jobs-Beitrag.

So arbeiten Sie mit diesem Thema in fokus>KI

Profil-Check, Beitrags-Entwürfe und Bewertungs-Monitoring – für ein Haus oder zwölf

fokus>KI prüft Ihre Unternehmensprofile auf Lücken, erinnert an den Monats-Rhythmus, liefert Beitrags-Entwürfe im Ton Ihres Hauses und meldet neue Bewertungen samt Antwort-Vorschlag zur Freigabe. Der Klartext-Bericht zeigt, wie viele Menschen über das Profil zu Ihrer Karriereseite finden.

Giovanni Bruno

Über den Autor

Giovanni Bruno

Geschäftsführender Gesellschafter der fokus digital GmbH, Digitalspezialist und Entwickler der KI-Software fokus>KI. Berät seit 2017 Träger im Pflege- und Sozialwesen – über 160 Projekte, von der Karriereseite bis zur Millionen-Reichweite.